Vilniaus Šv.Teresės parapija
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Ensemble des Haupt- und der Seitenaltäre
 

    _dsf0565.jpgDas Ensemble ist 1763-1765 geschaffen, als das Kircheninterieur nach dem Brand wiederhergestellt wurde. Es ist nicht genau festgestellt, wer der Architekt der Altäre war, wer die Skulpturen und die Dekorelemente modellierte. Es ist aber die spätbarockische J.K. Glaubičius-Schule der architektonischen Plastik zu spüren, wo das Motiv der gebrochenen und gewölbten Gesimse, die Rythmik der gerissenen und in eins verschmelzenden Linien sehr beliebt ist.

    Das zweiteilige Retabel des Hauptaltars erhebt sich über der wellenförmigen Erhöhung.
Im Zentrum befindet sich die etwas nach vorn geschobene, mit dem vergoldeten Muschellwerk geschmückte Mensa der traditionellen Barocksilhouette, darüber glitzert goldenes Tabernakel. Im ersten Teil des Retabels dominieren die im Halbbogen stehenden korinthischen Säulen, die Vertikalen derer die sich an die Apsiswand angeschmiegenen Paaren der flachen Pilaster wiederholen. Vor den Säulen sind vier Heiligenfiguren angebracht: der heilige Albert mit dem Kreuz in der Hand - einer der Gründer der Karmeliter; Prophet Elija, verbunden mit dem geistigen Ursprung des Ordens und den ersten Einsiedlern auf dem Berg Karmel; der Prior der Unbeschuhten Karmeliter von Österreich Mystiker heiliger Domenicus von Jesu Maria mit dem brennenden Herzen in der Hand; der Vertreter der Karmeliter der alten Regel heiliger Angelus Märtyrer mit dem Palmenzweig. Im Zentrum des ersten Altarteiles hängt das in der 2. Hälfte des 18. Jh. von Simonas Čechavičius (Szymon Czechowicz) gemalte Bild Verzückung der heiligen Theresia._dsf0580.jpg

    Im zweiten Teil des Altars tut sich eine unerwartete architektonische Plastik auf. Die oben an der Retabelebene angelehnten Pilaster sondern sich ganz von der Wand ab und werden zu frei wellenden Ebenen. Es ist ein originales, in anderen Vilniusser spätbarockischen Kirchen nicht vorzukommendes Motiv. Die dynamische Altarplastik beendet die Komposition des Glorienscheines, im Zentrum derer sich von den Wolken und den Engelköpchen eingefasstes Herz befindet. An die erwähnten frei wellenden Ebenen lehnen sich die graziösen Engelfiguren mit den ausgestrckten Händen zum im Zentrum hängenden Gemälde von Kanutas Ruseckas (die erste Hälfte des 19. Jh.) Allerheiligste Jungfrau Maria mit Jesuskind und der heilige Kazimir. Die Kasimirfigur hat sich in der Ikonographie dieses Altars nicht zufällig eingefunden - der Patron Litauens wurde auch zum Beschützer der 1734 gegründeten litauischen Provinz der Unbeschuhten Karmeliter.

    Der Hochaltar der heiligen Theresia ist durch einfallsreiche spätbarockische Plastik mit den Seitenaltären der Allerheiligsten Jungfrau Maria von Carmel und des hl. Joseph (auch als Altar vom hl. Johannes vom Kreuz genannt) verbunden. Im linken Altar hängt das wertvolle Gemälde der Allerheiligsten Jungfrau Maria von Karmel, das wahrscheinlich im 18. Jh. gemalt ist. Demselben unbekannten Maler ist auch das im Altar vom hl. Joseph hängendes Bild Die Heilige Familie zuzuschreiben. Im linken Altar der Allerheiligsten Jungfrau Maria sind die Skulpturen der hl. Theresia von Avila und des hl. Josephs, im rechten Altar - die des Königs David und der alegorischen Stille, bzw. der Askesis, angebracht.

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GEBET ZU MARIA IM TOR DER MORGENRÖTE


O meine Mutter, Allerheiligste Jungfrau Maria, Deiner Gnade und Deiner unsagbaren Barmherzigkeit bringe ich mich ganz dar heute und immer, und besonders in der Stunde meines Todes. Dir weihe ich meine Seele und mein Leib, die ganze Hoffnung und Freude, alle meine Leiden und Nöten! Mein Leben und sein Ende lege ich in Deine heilige Hände, damit all mein Tun und Treiben nach Deinem heiligen Wunsch und dem Willen Deines liebsten Sohnes richtiggemacht und geordnet wäre!
Amen.


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