Vilniaus Šv.Teresės parapija
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Die Wunderbeschreibungen
 

    In einem von Vilniusser Karmeliter hl. P. Gregor Hilarion 1761 herausgegebenen Buch Relation über das Bild der Allerheiligsten Jungfrau Maria, das im Tor von der Morgenröte bei Theresien -Karmeliterkirche durch die Gnaden berühmt ist sind einige Beschreibungen der alten Wunder erhaltengeblieben. Sie wurden von den Zeugen bestätigt, und die Leute, die die Gnaden erfahren haben, hängten gewöhnlich eine Votivgabe am Bild auf. Es gibt auch Beschreibungen der wunderbaren Geschehnisse einer anderen Art - die Strafen der Allerheiligsten Jungfrau an die Übeltäter, die trachteten nach der Würde des Bildes oder des heiligen Ortes, die meistens fremde Soldaten, Russen oder Schweden waren.

Einige Auszüge aus dem Buch:

„Als das Bild 1671 in die erste Kapelle hereingebracht wurde, fiel ein zweijähriges Kindlein zufällig aus dem zweiten Stock so stark auf einen Stein, dass es tot vom Pflaster gehoben wurde. Die trauernden Eltern empfahlen das Kind der Allerheiligsten Jungfrau vor dem Aušros-Vartai-Bild mit so einem tiefenVertrauen, dass ihr Anflehen erwidert wurde. Am Morgen fanden sie  das Kind ganz gesund, ohne jene Körperverletzung oder eine Strieme. Als Dank der Allerheiligsten Mutter und für das ewige Gedenk so eines großen Wunders haben sie eine gemalte Tafel mit der Darstellung dessen am 6. Mai desselben Jahres in der Kapelle aufgehängt, die später, am 27. Mai 1715 in Flammen aufgegangen ist".

„Den 18. Mai 1706 würde jeder mit Grund einen Aschentag nennen, der fast das ganze Vilnius in Aschen liegend sehen hätte am Tage, an den der Heilige Geist seine Apostel in der Gestalt der Feuerzungen besucht hat. Das Feuer lohte ganz in der Tagmitte aus einem liederlichen Häuschen unweit der Nikolaus-Kirche und vernichtete viele schöne Häuser, Kloster, Gotteshäuser, das Feuer hat unsere Kirche und Kloster von beiden Seiten so stark überfallen, dass einige Holzhäuser in unserem engen Hof ganz und gar verloderten. Als aber zwei unsere Mönche, P. Sacharja vom Hl. Ludwik und Urban von der Hl. Theresia, das Bild ... herausgetragen und in der Kirche untergebracht haben, zog das Feuer vom Kloster und der Kirche zurück. Einige frommen Personen sollten die Allerheiligste Mutter sehen, im helligsten Glanz auf unserer Karmeliterkirche zu stehen".

„1708 hat sich Zar Piotr Aleksejewitsch für den ganzen Winter mit seinem Heer in Vilnius niedegelassen, dabei hat er die Stadt stark gelastet. Ein gottloser Soldat dieses Heeres, von einem gottlosen Geiz erfasst, hat sich irgendwie in die Kapelle eingeschlichen und wollte das silberne Gewand von dem allerheiligsten Gemälde reißen. Kaum die gotteslästerliche Hand es berührt hat, wurde der Soldat kraft der Jungfrau auf die Wand geworfen, so dass er in Stücke zerfiel.  Das greuelhafte Wunder erschreckte das ganze Moskauer Heer und löste so eine Verehrung, Hegen und Pflegen des Bildes aus, dass viele von ihnen Almosen gaben und nach ihrem Brauch tief vor ihm beugten ... und fleißig Andachtsbilder suchten, ausserdem wurde es verboten, den im Tor stehenden Wächtern Tabak zu rauchen."

    Man erzählt, dass Wachposten während der Vilniusser Besetzung durch schwedisches Heer 1702 bei allen Stadttoren herausgestellt wurden. Die Okkupanten erlaubten nicht, den Leuten vor dem Gemälde zu singen und machten sich lustig darüber. Am 14. April, am Morgen des Gründonnerstages „hat sich die Pforte, für deren Bewegung 10 Männer notwendig waren, von sich selbst, kraft der Allerheiligsten Jungfrau Maria aus den Angeln gehoben und ist mit großem Gekrach" auf die lästernden, beim Lagerfeuer sich wärmenden Wächter gefallen.

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GEBET ZU MARIA IM TOR DER MORGENRÖTE


O meine Mutter, Allerheiligste Jungfrau Maria, Deiner Gnade und Deiner unsagbaren Barmherzigkeit bringe ich mich ganz dar heute und immer, und besonders in der Stunde meines Todes. Dir weihe ich meine Seele und mein Leib, die ganze Hoffnung und Freude, alle meine Leiden und Nöten! Mein Leben und sein Ende lege ich in Deine heilige Hände, damit all mein Tun und Treiben nach Deinem heiligen Wunsch und dem Willen Deines liebsten Sohnes richtiggemacht und geordnet wäre!
Amen.


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