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Das Gewand

    Das Gemälde der Allerheiligsten Jungfrau Maria war anfangs ohne Metallgewand aufgehängt. Das Ausschmücken der verehrten Heiligenbilder mit Edelmetallgewändern und -kränzen ist eine alte litauische und polnische Tradition, die möglicherweise nach dem Brauch der Orthodoxen entstanden ist. Vermutlich hatmarijasuauksu.jpg man nach dem Jahre 1670 begonnen, das Gemälde von Aušros-Vartai-Maria mit den Blechen des vergoldeten Silbers zu schmücken.   

     Das Gewand besteht aus drei in verschiedener Zeit und von den verschiedenen Meistern geschaffenen Streifen. Den ersten Streifen bilden die 1670-1690 ausgeführten Bleche. Sie bedecken Haupt und Schulter Marias. Der zweite Streifen des Gewandes aus 5 die Brust deckenden Blechen ist mit den Jahren 1695-1700 datiert. Er unterscheidet sich vom ersten Streifen durch ein höheres Relief und eine schärfere Blumen- und Blätterzeichnung. Der dritte Streifen besteht aus den den ganzen unteren Teil des Gemäldes bedeckenden, nicht später als im ersten Drittel des 18. Jh. kreiierten Blechen. Bei der Untersuchung der Rückseite des Gewandes 1993 ist festgestellt worden, dass die Bleche des ersten und des dritten Streifens speziell für das Gemälde geschaffen und die des mittleren nur dafür angepasst worden sind.

        In den Blechen sind die Blumen gestochen. Die Sachkenner erkennen hier wenigstens 10 Blütenarten. Der Überfluss an Flora in Umgebung von Maria ist nicht zufällig: es ist eine Andeutung an Jungfrau „ohne Makel" als einen im Hohenlied (4, 12) erwähnten hortus conclusus - verschlossenen Garten. Es ist ein altes, aus dem Mittelalter hergekommenes Motiv.

    b13 copy.jpg    Maria ist hier mit zwei Krönen gekrönt. Die untere ist um 1700 aus einer Kupferlegierung gestochen und vergoldet. Die obere Krone ist 1750 aus dem vergoldeten Silber ziseliert, mit den Augen vom farbigen Glas verziert. Am 5. Juli 1927 bekam das Gemälde zwei von Papst Pio XI. geweihten neuen Kronen. Sie waren genaue Abbilder der alten Kronen und wurden vom durch Leute dafür geopferten Gold hergestellt. Maria vom Tore der Morgenröte bekam den Titel der Mutter der Barmherzigkeit. Das Schicksal der vom Papst geweihten Kronen ist unbekannt - vermutlich sind sie am Anfang des 2. Weltkrieges versteckt worden und wusste man nicht danach, wo sie zu suchen sind.

        Mit der plastischen und sinngemäßen Gesamtheit des Gemäldes harmoniert sich die unten angebrachte große Votivgabe in der Form eines Halbmondes. Über ihre Herkunft spricht nur eine rätselhafte Inschrift auf polnisch: „Ich bedanke mich bei Dir, Gottesmutter, dass Du meine Bitten erhört hast, ich flehe Dich an, Barmherzige Gottesmutter, erhalte mich in Deiner hochheiligen Gnade und Obhut. WJJ 1849."

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GEBET ZU MARIA IM TOR DER MORGENRÖTE


O meine Mutter, Allerheiligste Jungfrau Maria, Deiner Gnade und Deiner unsagbaren Barmherzigkeit bringe ich mich ganz dar heute und immer, und besonders in der Stunde meines Todes. Dir weihe ich meine Seele und mein Leib, die ganze Hoffnung und Freude, alle meine Leiden und Nöten! Mein Leben und sein Ende lege ich in Deine heilige Hände, damit all mein Tun und Treiben nach Deinem heiligen Wunsch und dem Willen Deines liebsten Sohnes richtiggemacht und geordnet wäre!
Amen.


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