Vilniaus Šv.Teresės parapija
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Lietuva
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Die Ikonographie
 

b11.jpg    Das Aušros-Vartai-Bild (das Bild im Tor der Morgenröte) ist reich an Bedeutungen. Hier ist die Jungfrau, die der Nachricht des Engels lauscht, auch die Barmherzliche Mutter, die die sündigen Menschen zu ihrem Herzen andrückt, zu ersehen. Die Sonne, die Sterne und der Halbmond am Gewande sind Kennzeichen der Unbefleckt Empfangenen, die den Überfluss der Gottesgnaden bedeuten. Das durch die Symbolik des Gewandes bereicherte Bild erinnert an den Tota-pulchra-Typus der Heiligen Jungfrau (laut den Worten des Hohenliedes 4, 7: „Alles ist schön an dir, meine Freundin, und kein Makel haftet dir an!"). Die Heilige Jungfrau Maria ist hier vorgestellt als Anfang der allein durch die Gottesgnade entschuldigten Schöpfung und als das höchste Ideal aller Christen.

    Mit der Idee der Unbefleckt Empfangenen ist auch die Darstellung der Eltern Marias des hl. Joachim und der hl. Anna zu verbinden - ihre Skulpturen stehen zu seiten des Gemäldes zwischen den Säulen. Man erzählt, die Eltern von Maria wären bemittelte und fromme Leute, eine lange Zeit kindlos, deshalb schämten sie sich. Einmal wäre hl. Joachim sogar aus der Opferung im Tempel weggejagt und erb12.jpg wollte nicht niedergeschlagen nach Hause gehen. Der Engel aber liesse ihn zur Frau zurückzubegeben, und unverzüglich bekämen sie eine Tochter, die von dem Säuglingsalter an Wunder begleiteten. Die erstaunliche Geburtsgeschichte Marias ist ein Hinweis auf ihre bevorzugte Stellung: Gott hat sie vom Empfängnismoment an in seinen besonderen Obhut genommen und mit Gnade beschenkt, auch von der Befleckung der Erbschuld geschützt. Maria als die Unbefleckt Empfangene ist wegen des zukünftigen Menschwerdung des Gottessohnes und der Erlösung rechtfertigt, ihre Geburt deutet das annährende Heil hin, genauso wie der Morgenstern den Sonnenaufgang voraussagt.

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GEBET ZU MARIA IM TOR DER MORGENRÖTE


O meine Mutter, Allerheiligste Jungfrau Maria, Deiner Gnade und Deiner unsagbaren Barmherzigkeit bringe ich mich ganz dar heute und immer, und besonders in der Stunde meines Todes. Dir weihe ich meine Seele und mein Leib, die ganze Hoffnung und Freude, alle meine Leiden und Nöten! Mein Leben und sein Ende lege ich in Deine heilige Hände, damit all mein Tun und Treiben nach Deinem heiligen Wunsch und dem Willen Deines liebsten Sohnes richtiggemacht und geordnet wäre!
Amen.


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